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Es ist natürlich hart, aber so richtig mag ja niemand das Mittelalter. Gut, es gibt eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen, die sich gerne in mittelalterliche Kostüme wirft und an entsprechenden Festivals teilnimmt, aber selbst diese Romantiker leugnen nicht, dass das Mittelalter einen schlechten Ruf genießt, mit all der Folter, den Kriegen, den Krankheiten und dem Mangel an Hygiene (der die Krankheiten vielfach verursacht hat). Das kann man auf so einem netten Mittelalter-Markt, den ich auch schon besucht habe, natürlich kurz mal ausblenden, denn zum Glück steht er nicht im echten Mittelalter.

Das Mittelalter hat mich nie so gereizt wie die Antike davor und die Frühe Neuzeit danach. Beliebte Mittelalter-Themen wie das Rittertum konnten mich selten begeistern. Dafür ist das Mittelalter jedoch besser als jede andere Epoche dazu geeignet, sich mit der Vermischung von Glaube und Aberglaube zu befassen und die wichtige Bedeutung der Aufklärung zu dokumentieren.

Mit anderen Worten: als schlechtes Beispiel macht sich das Mittelalter immer gut, wahrscheinlich auch noch in 100 Jahren.