post_excerpt ) : ?>

Ich überstrapaziere den Begriff „Frühe Neuzeit“ etwas oder besser überdehne ihn ein wenig. Im Prinzip nutze ich diese Bezeichnung für den gesamten Zeitraum vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Das ist nicht verboten, lässt manche Historiker aber sicherlich scharf einatmen, zumal ich als Ende des Mittelalters ungefähr das Jahr 1500 nehme. Man kann ganz vorzüglich darüber streiten, ob das Mittelalter nicht eigentlich noch viel länger ging oder gar bereits ein paar Jahre zuvor endete.

Wie dem auch sei, die mal mehr und mal weniger frühe Frühe Neuzeit ist vollgepackt mit historischen Ereignissen und Wendepunkten, von der Hexenverfolgung über die Aufklärung bis zu den beiden Weltkriegen. Langweilig war es leider oftmals nicht in diesen Jahrhunderten.

Der Zweite Weltkrieg ist das vorherrschende Thema im deutschen Geschichtsunterricht, zweifellos aus gutem Grund. Man kann die Geschichte des Zweiten Weltkriegs jedoch nie ganz erfassen ohne die Geschichte des Ersten Weltkriegs zu kennen – und die wiederum erschließt sich nur wirklich, wenn man sich mit dem Europa des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts befasst. Geschichte ist ein Puzzle aus vielen Teilen. Wenn eines fehlt, ist das ausgesprochen ärgerlich.